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Im Feuer der Sieben - Vorspiel: Der Tempel der Sterne

Meister: Nico Nolden
Cewein 637

Die Reise nach Rise'a
Auf der Rückreise nach Rise'a trennen sich die Helden wegen unterschiedlichem Verlangen nach dem Herd in Croach on'Tarc, der Burg von Grangos. So treffen Rahark, Shorn und Thimor weit vor Nanthal, Jerron und Portiana in einem Wald ein, der immer dichter wird und seltsame Relikte einer verschollenen Kultur enthält. Gebeutelt von Durchfällen nach dem Verzehr eines kranken Tieres ist Rahark gezwungen, sich abseits des Reiseweges hinter einen Busch zu hocken.

Der Gang der Dämonen
Der Boden unter ihm gibt während seiner Mühen allerdings nach, und so fällt er sieben Meter tief in einen Gang hinein, der reichhaltig mit Reliefen verschiedenster Dämonen verziert ist. Bei dem Versuch, mit seinem Reittier näher an das Loch heranzureiten, vergrößert Shorn dieses um ein Vielfaches. Er kann sich und sein Reittier allerdings in Sicherheit bringen. Getrieben von Neugier steigen Shorn und Thimor auch in die Dunkelheit hinab. Thimor kehrt allerdings irgendwann um. Sie entzünden Fackeln und erreichen schließlich einen Raum, den sie allerdings erst mit den anderen Helden betreten, als diese mit einem fahrenden Händler eintreffen und von Thimor wieder hinunterbegleitet werden. Auch der Händler folgt Ihnen in diesen Raum - eine unbändige Macht scheint auch ihn zu treiben.

Kuppelsaal der Wesenheiten - Das Tor
Als nun alle Helden den Kuppelsaal betreten, stellen sie fest, daß ringsum an den Wänden 14 Basaltstelen aufgestellt sind, abwechselnd in hellem Beige und in Schwarz. Die hellen Stelen tragen 7 verschiedene Tierskulpturen aus glattpoliertem, massiven Stein. An der Decke in 15 Schritt Höhe erkennen die Helden eine Schriftzug, der dort spiralförmig von der Mitte nach außen geschrieben ist:

"So schließt sich das Rad der Zeiten erneut,
und der Tag der Prüfung ist schon nah.
Die alten Gegner haben es nicht bereut,
so wird wiederkehren, was dereinst war.

Die Truppen blasen zum Marsch auf die Welt
Und sammeln sich am Rande der Gegenwart,
bis sie schon bald niemand mehr hält
und kein Volk im Kampf mit Toten spart.

Die Städte verwüstet, vernichtet das Land,
Das Meer blutrot gefärbt von der Untoten Hand,
Die Wälder in Flammen, der Himmel erlischt,
die Welt versinkt in der Chaos tödlicher Gischt."


In der Mitte des Saales befindet sich ein runder Sockel, an dem ebenfalls ein Text zu lesen steht:

"Zur Zeit der Verderbnis alle Jahrmillion
treten Reisende in diesen Steinkreis hinein.
Tief in ihrem Wesen wissen sie schon,
zu opfern sich selbst müssen bereit sie sein.

Nur wenn sie ihre stärksten Wesenszüge
Bei sich halten ganz fest in der Hand
Und auf den Sockel schreiten - bar jeder Rüge -
Ermöglicht die Rettung von Leben und Land.

Sind die Reisenden dann die richtigen Wesen
Zeigt sich der Zeiten wahrhaftes Gesicht.
Sie werden die Zeichen verstehn, die sie lesen,
und das Tor öffnet sich auf dem Weg zum Gericht."


Die Helden verstehen die Botschaft des zweiten Teiles und stellen sich mit den Figuren auf den Sockel in der Mitte. Die Figuren symbolisieren jeweils den Hauptcharakterzug der Helden, die sie tragen. Es öffnet sich der Durchgang in den nächsten Saal, und eine Projektion zeigt den Helden Verwüstungen durch finstere Wesen und Dämonen.

Kugelsaal - Tanz der Planeten
Angekommen im zweiten großen Saal, der wie eine große Kugel gebaut ist, finden die Helden einen Sockel vor, auf dessen Oberfläche neun Mulden eingelassen sind. Dazu finden sie auch noch neun Kugeln verschiedener Größe und Farbe, die sie richtig zum Planetensystem Espers mitsamt Sonne kombinieren. Als sie die Kugeln in die passenden Mulden legen, schweben die Kugeln über ihre Köpfe und bilden sich zum Planetensystem in einer bestimmten Position aus. Der Kugelsaal entpuppt sich als eine Art Planetarium, und die Planeten setzen sich in Bewegung um das Zentralgestirn. Diese Vorführung endet damit, das der Stern Barnlen grell erstrahlt und mit seinem Schein eine dritte Tageszeit auf Esper hervorzurufen scheint. Zwei schmale Streifen Lichts breiten sich von dem Stern aus und einer trifft auf Esper - so verharrt das Planetarium und der Gang zum nächsten Saal öffnet sich.

Plateau der Helden
Die Helden treten durch diesen Gang auf ein Plateau hinaus, daß zu allen Seiten 30 Schritt in die Tiefe hinabfällt. Schlachtszenen sind auf den Außenwänden dargestellt. Menschliche Krieger kämpfen auf den Malereien gegen dunkle Wesen, die aus der Lava in der Tiefe zu kriechen scheinen. Die heiße, wabernde Luft verleiht den Bildern eigentümliche Bewegung. Die Helden erkennen sich selbst in hellem weiß auf diesen Darstellungen und ihnen gegenüber sieben dunkle Wesen oder Dämonen.
Auf dem Plateau befindet sich ein Sockel mit einer schwarzen Steintruhe, in deren Inneren sich sieben Skulpturen der Helden aus glattgeschliffenem, weißem und harten Gestein befinden. Diese Skulpturen zeigen die Helden in ihrer vollen Kampfmontur und ihrem nötigsten Reisegepäck und versetzen die Helden in sprachloses Erstaunen. Im Deckel der Truhe erscheint ein weiterer Schriftzug:

"Nun gehet hin in die Welt,
Ihr wißt, wenn Ihr gerufen.
Versucht nicht den Kampf zu suchen,
bevor sich Euch der Erste stellt.

Schon bald werden die Zeichen deutlich sein,
unter des aufgehenden Sternes hellem Schein.
Je eine Figur zu Eurer Hand
Wird festigen Euren gar schweren Stand.

Euer Weg ist Äonen vorbestimmt,
so stemmt Euch nicht dagegen,
denn leicht ein Dämon Euer Leben nimmt,
solltet Ihr große Zweifel hegen."


Das Plateau beginnt nun durch eine Kuppeldecke, die sich wie die verschränkten Finger zweier Hände öffnet, nach oben zu steigen.

Der Stern der Herrscher
Oben angelangt befinden sich die Helden auf einer Lichtung, die übersät ist mit alten Ruinen, der versunkenen Zivilisation. Erschöpft beschließen sie, dort zu rasten, allerdings werden sie in der Nacht durch plötzliche Helligkeit geweckt - Barnlen, der Stern der Herrscher ist zu hellem Glanze erstrahlt und macht die Nacht zum Tag. Wenig erholsam ist der anschließende Schlaf.

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