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Gan Potril
Vorsitzender des Thahan
*583 n.L.

Gan Potril ist Vorsitzender des Thahan von Hargun und damit der Präsident des Parlaments und bekleidet im Prinzip die Stellung eines gewählten Königs.
Sein politisches Schaffen ist ganz dem Ziel gewidmet, Hargun wieder zu einer bedeutenden Macht erstarken zu lassen, wie es das bekklanische Imperium einst gewesen ist. Jedoch verlässt er sich dabei weniger auf militärische Aktionen, sondern vertraut auf Diplomatie, Allianzen und Bündnisse mit "befreundeten" Interessengruppen.
Eine besondere Glanzleistung ist die angestrebte Union zwischen den lange Zeit getrennte Wege gegangenen Ländern Hargun und Etzel, die sich nicht nur in einem gemeinsamen Heer und einer gemeinsamen Besetzung des beu entdeckten Landes Kilijaran äußert, nein, er heiratet höchstpersönlich im Alter von fünfzig Jahren die sechzehnjährige etzelische Kronprinzessin Sarrah Al-Gorsyne.

Der Mensch Gan Potril ist ein sehr fähiger Politiker, klug und handlungsbereit obendrein, so dass er für sein Amt wie geschaffen ist. Wie kein anderer vermag er es, seine Ansichten und Ziele durchzusetzen, und er lässt sich dabei selten beirren. Da er ein vernünftiger Mann ist, verfügt er auch über die Größe, seine Anliegen und Strategien zu überdenken, und sich eines besseren belehren zu lassen. Das hat er auch schon des öfteren gezeigt. Gan Potril ist kein Mann, der zu stolz wäre einen Fehler zuzugeben - dafür nimmt er seine Arbeit zu ernst.
Eigenschaften die sowohl Freunde, Familie, sowie auch Kritiker an ihm bewundern, ist seine Fähigkeit über sich selbst und seine Fehler zu lachen. Es gibt nur wenige Bereiche in Gan Potrils Leben, in denen er kaum Spaß versteht: seine Arbeit und die damit verbundene Verantwortung für die Bevölkerung von Hargun, und seine Männlichkeit.
So aufgeschlossen Gan in manchen Dingen denkt, so engstirnig, konservativ und altmodisch ist er in anderen. In seinem Haus zum Beispiel, ist er der Herr. Von niemandem lässt er sich diese Stellung streitig machen. Selbst seine Ehefrau hat sich unterzuordnen.
In seiner Ehe ist Gan Potril im großen und ganzen recht glücklich. Seine Frau Sarrah ist ihm eine liebevolle Gefährtin, die seinen Ansprüchen in allen Lebenslagen gerecht wird. Er bewundert sie insgeheim dafür, dass sie manchmal gegen ihn und seine Ansichten rebelliert, wenngleich sie das nicht offen tut, und er ihr das nie offen gesagt hat.

Dunkle Zeiten brechen über Gan Potril herein, als sich auch nach langen Monaten der Ehe kein Nachwuchs einstellen will. Gan, der ein sehr eitler Mann ist, beginnt an sich zu zweifeln, im Besonderen an seiner Männlichkeit, die für ihn so vieles rechtfertigt. Zusätzlich durch die Dringlichkeit, einen Thronfolger zeugen zu müssen, und die Traurigkeit seiner Frau über dieses ständig scheiternde Unternehmen unter Druck gesetzt, verfällt Gan Potril in ernstzunehmende Depressionen, die er unter Arbeitseifer begräbt.
Als seine Frau endlich den ersehnten Sohn bekommt, enteckt auch er die unheimliche Merkwürdigkeit und Fremdartigkeit dieses seltsamen Wesens und nimmt ihm fast die Freude am Vatersein. Jedoch beschließt er für sich, das Unerklärliche zu verdrängen und zu ignorieren und kann das Kind dann endlich (fast) ohne Vorbehalte als das seltsame Geschöpf das er ist, akzeptieren.
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