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Tovja Dórchal
König von Čor-kôr, Čiunad-kôr und Sír-kôr
*586 n.L.

Der derzeitige Herrscher von Čor-kôr, Čiunad-kôr und des größten Teils Sír-kôrs ist der 17. Vertreter der Dórchal auf dem Thron seit ihrer Machtübernahme – und vielleicht auch der letzte.
In seiner seit 607 andauernden Regentschaft hat er einiges erlebt: die Machtübernahme der Liebč in Losch-kôr, die Zerstörung der letzten beiden Steinkohleminen des Familienbesitzes durch Erdbeben und den neuen tlitlatlischen Vorstoß auf den Sieben-Städte-Bund, bei dem 20.000 von ihm ausgesandte Soldaten fielen.
Zurzeit ringt er mit Côn Liebč um die Kontrolle über die Eisenvorkommen der östlichen Sírchalkette. Am liebsten würde er Côn vermutlich militärisch überrollen, vor allem, wo Berichte um neu entdecktes Land im Westen durch die Luft schwirren, denn Losch-kôr hat nicht nur eine ideale Lage zur Kolonisierung Damaé-kôrs, sondern will auch die zweite Expedition von Agočín Šuštôdjniak unterstützen. Doch für einen Bürgerkrieg hätte die Zivilbevölkerung – insbesondere die Vertreter der Gilden – wohl kein Verständnis. Der König achtet die Gilden als mächtige Organisationen, hat jedoch aus verständlichen Gründen nichts dagegen, sollte ihre Macht und Ausbreitung einen Dämpfer erfahren. Der kleinwüchsige und fettleibige Tovja ist zu erkennen am Fehlen von Ring- und kleinem Finger der linken Hand. Die Finger froren ihm ab, als er an einem eiskalten Herbsttag im Jahre 612 zur eingestürzten Mine bei Žo-kna reiste und die Kutsche auf dem Rückweg liegen blieb. Seither hat Tovja eine schon beinahe krankhafte Abneigung gegen Kälte. Besonders zur Winterzeit verlässt er nahezu nie seinen Palast und lässt seinen Leibdiener stets ein paar warme Decken und Brennholz mit sich herumschleppen. So verbringt der kleine König die meiste Zeit damit, in seinem Palast in Gâr-čorbár mit Ratgebern und Priestern aus Nebrinn und Kathal über das mabedianische Weltbild zu philosophieren (obwohl er sich selbst offiziell noch zu den Nachan bekennt), oder mit seinen beiden Töchtern zu reden und Ténach oder Ordče-Židam-Orovag zu spielen. Sein einziger Sohn Sach ist geistig zurückgeblieben, hat aber ein gutes Herz und kümmert sich aufopferungsvoll und freudig um den königlichen Garten. Tovjas Gemahlin starb bei Sachs Geburt und der König machte bislang keinerlei Anstalten, sich eine neue Frau zu nehmen.
(dr, me)
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