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  Musik im Rollenspiel

Zur Förderung einer stimmungsvollen Atmosphäre ist die passende Begleitmusik im Rollenspiel ein unerlässliches Mittel.
Die folgende Aufstellung vermittelt einen Überblick über empfehlenswerte aber auch nicht so brauchbare Begleitmusik, die wir in unserer Rollenpielgruppe benutzen.
Das Wertungssystem mit 1-5 Punkten ist natürlich rein subjektiv, aber hoffentlich für euch ein wenig hilfreich.

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Afro Celt Sound System:
Volume I - Sound Magic

9 Tracks, 65:35 min
Real World


Afrikanische und keltische Musik? Das paßt doch gar nicht zusammen! Von wegen: Afro Celt Sound System verbindet das Melodiöse der keltischen Folklore mit den mitreißenden Trommelrhythmen Afrikas.
Das Ergebnis kann sich hören lassen. Ruhige und sehnsüchtige Balladen wechseln sich ab mit rhythmischen und mitreißenden Stücken. Dabei bringen die afro-keltischen Musiker das Kunststück fertig, ebenso rollenspiel- wie auch dancefloortaugliche Musik zum Besten zu geben.

Afro Celt Sound System:
Volume II - Release

11 Tracks; 64:05 min
Real World


Das zweite Album von Afro Celt Sound System ist eine grandiose Steigerung des ersten. Es erreicht seine Höhepunkte an den wildesten, krachendsten Stellen, wenn alles zusammengemixt wird. Afro Celts geben sich hier ganz den Möglichkeiten hin, die das digitale Zeitalter für die Verknüpfung afrikanischer Trommelklänge, irischer Sackpfeifen und Tin-Whistles zu einem pulsierenden Club-Beat bietet. Der keltische Einfluß nimmt oft die Form eines sehnsüchtigen Rufs an, der einen lebhaften Kontrast zu den westafrikanischen Trommelklängen darstellt.

Afro Celt Sound System:
Volume III - Further in Time

12 Tracks;
Real World


Das dritte Album von Afro Celt Sound System ist recht zwiespältig geraten. Zum einen sind etliche Stücke härter und moderner geworden, ohne Frage gut, aber nicht mehr wirklich ins Rollenspielambiente passend. Aber vor allem die ruhigeren Tracks besinnen sich wieder auf altbekanntes und der Hörer kann wieder in sehnsüchtigen Melodien schwelgen, die geeignet sind, um Reisesituationen zu untermalen.

Aphex Twin:
Selected Ambient Works Vol. II

2 CD, 25 Tracks; 155:31 min
Warp Records, Rough Trade


Wer einmal über zwei Stunden lang eine bedrohliche, düstere Stimmung verbreiten will, der greife zu diesem Werk. Bis auf zwei, drei modern klingende Tracks, sind sonst alle Stücke absolut rollenspieltauglich. Der Sound ist monoton, schleichend und wer nach einiger Zeit davon nicht nervös wird, dem ist auch nicht mehr zu helfen.
Absolut grusel- und paranoiafördernd!

Arcana:
Dark Age of Reason

10 Tracks; 37:15 min
Cold Meat Industry


Das schwedische Duo Arcana wird gerne mit den großen Dead Can Dance in Verbindung gebracht - zu Recht, denn ihre Musik schwebt zwischen mystisch düsteren und sphärisch sakralen Klängen, die sich exzellent als Untermalung für spirituelle oder magische Szenen eignen, aber auch als generelle Hintergrundmusik eingesetzt werden können.

Arcana:
Cantar de Procella

12 Tracks; 47:15 min
Cold Meat Industry


Sakrale Opulenz bestimmt auch die Grundstimmung des zweiten Albums von Arkana. Schweres Keyboardorchester, tiefe Chöre, beschwörende Mannesstimme, ätherischer Frauengesang, der Einfluss mittelalterlicher Musik wird ebenso deutlich wie der Sinn für Pathos und dramatische Momente.

David Arkenstone:
Spirit Wind

15 Tracks; 51:54 min
Windham Hill, BMG


"Spirit Wind" enthält zum größten Teil Stücke aus dem Soundtrack des (unbekannten) Films "Legend of the Spirit Dog". Ruhige, stimmungsvolle Klänge plätschern dahin und fügen sich zu einem Gebilde, das eine erhabene Landschaft im Kopf des Zuhörers entstehen lässt.
Besonders eignet sich diese Platte als Untermalung für Reisen durch unbewohnte Wildnis.

Asterix & Obelix gegen Cäsar
Original Soundtrack

20 Tracks
Epc (SONY Vertrieb)


Jawohl, auch Asterix liefert brauchbare Musik fürs Rollenspiel!
Im allgemeinen handelt es sich um recht fröhliche, keltisch anmutende Musik, die zum Beispiel als Untermalung in Kneipen oder auf Dorffesten eingesetzt werden kann.
Als Bonus gibt's auch noch "Sie sieht mich einfach nicht" auf französisch und italienisch...

Pierre Estève & Stéphanie Picq
Atlantis - The Lost Tales (Soundtrack)

25 Tracks, 80 min; 2 CD
Uni/Disney/Duplicate Numbers


Bei Amazon nicht
mehr erhältlich

Ein heller lichtdurchfluteter Nebel umfängt von der ersten bis zur letzten Sekunde den Hörer der ersten CD, während die Stimmung der zweiten Scheibe wesentlich düsterer und bedrückender erscheint. Beide sind sowohl als Untermalung für durchgehendes Spielen geeignet, wobei die erste der CDs wohl eher den Schwerpunkt bildet, als auch für das selektive Nutzen einzelner Stücke, um gewissen Stimmungen Vorschub zu leisten.
Um ein ausgezeichnetes Beispiel für nur eine selten zu findende Besonderheit zu nennen: CD1/Track 10 "Spitzberg" liefert ein ausgezeichnetes Setting für Eiswüsten mit derart realistischen, dumpf schlagenden Eisspannungen und klimpernden Eiszapfen, dass man das tiefe Bedürfnis spürt, die Heizung höher zu drehen.

Blackmore's Night
Shadow of the Moon

15 Tracks
What Ever (EDEL)


Der ehemalige Deep Purple-Gitarrist Ritchie Blackmore hat sich von den großen Bühnen der Welt zurückgezogen und tritt nur noch in kleinen Clubs, auf mittelalterlichen Burgen oder ähnlich stimmungsvollen Umgebungen für sein neues Metier auf: Als Begleitung seiner Lebensgefährtin Candice Night, die mit ihrer wunderschönen Stimme stimmungsvolle mittelalterliche Weisen zum besten gibt. Die alten Fans wenden sich mit Grausen ab, aber Scharen von Mittelalter-Freaks sind begeistert.
Alles in allem schöne ruhige melodische Balladen, die sich hervorragend als Hintergrundmusik eignen.

Blackmore's Night
Under a Violet Moon

16 Tracks
Edel Records (EDEL)


Die zweite Scheibe von Ritchie Blackmores Projekt kommt ein wenig seichter daher, als das erste Album.
Trotzdem werden dem Hörer auch hier wieder mittelalterlichen bis Renaissancemelodien geboten, die mit der glockenhellen Stimme von Candice Night versüßt werden.

Blackmore's Night
Fires at Midnight

17 Tracks
Steamhammer (SPV)


Auch auf dem dritten Album steht Candice Nights schöne, klare Stimme wieder im Mittelpunkt. Ritchie bearbeitet im Hintergrund die Gitarre und zaubert fließende stimmungsvolle Melodien. Doch auch hier bleibt die Faszination, die uns beim ersten Album so mitgerissen hat, etwas aus.

Blackmore's Night:
Ghost Of A Rose

15 Tracks
Steamhammer (SPV)


Das neuste Werk von Ritchie Blackmore und Candice Night bietet wieder Altbewährtes, lässt sich bedenkenlos im Rollenspiel einsetzen, unter anderem für ruhige Szenen bei Hofe, Landschaftsuntermalungen, aber auch für lebhafte Hintergrundmusik in Kneipen.
Alles in allem nichts bahnbrechend neues auf dem Album, sondern genau das was man von Blackmore's Night erwartet und gewohnt ist.

The Celtic Heartbeat
Collection

12 Tracks; 40.25 min
Celtic Heartbeat, Universal Records Inc.


Diese Platte ist ein Celtic-Sampler, an dem Größen der Celtic Music wie Bill Whelan, Máire Breatnach oder Anúna mitgewirkt haben.
Diese Musik ist geeignet für ruhige, beschauliche Szenen, Landschaftsbeschreibungen, Hintergrundmusik in Kneipen und ähnliches. Bis auf zwei Vocal-Tracks, die eindeutig zu modern und meines Erachtens kein Stück keltisch klingen, ist diese Platte eigentlich universell als Hintergrundmusik einsetzbar.

Clannad:
Magic Elements

16 Tracks; 63:53 min
RCA BMG


Das Best Of Album der irischen Folk-Familie Clannad enthält das beste aus 10 Jahren der Bandgeschichte.
Viele Tracks auf dieser Sammlung sind jedoch nichts weiter als seichte Pop-Songs und nur bedingt rollenspieltauglich. Die Titel "Theme from Harry's Game" (das spätestens seit Chicane's "Saltwater" jeder kennt), "Caislean Óir", "I Will Find You", "The Hooded Man", "Fadó" und "Loch Na Cailli" verbreiten dagegen angenehm wehmütige Melodik, die perfekt als Rollenspiel-Begleitmusik einsetzbar ist.
Alles in allem also eine recht zwiespältige Angelegenheit, mit viel unbrauchbarem Material.

Dead Can Dance:
Spleen And Ideal

9 Tracks, 38:10 min
4AD Records


Die Platte beginnt mit einem Kracher: "De Profundis" verbreitet grandiose, göttliche Athmosphäre. Doch leider ist dieses Stück - wie die ganze Platte - zu kurz. Die restlichen Stücke sind exotisch bis düster, im Rollenspiel sehr gut einsetzbar.
Nach nicht mal 40 Minuten Spielzeit ist der Genuss doch leider schon wieder vorüber.

Dead Can Dance:
Within the Realm of a Dying Sun

8 Tracks, 38:43 min
4AD Records


Wie schon auf "Spleen and Ideal" liefern Brendan Perry und Lisa Gerrard hier melancholisch-düstere bis grandios-monumentale Klanggebilde ab, die von entrückter Exotik geprägt sind, wie zum Beispiel im immer wieder großartigen "Cantara", in dem Lisa Gerrards großartige Stimme voll zum Tragen kommt.
Im Rollenspiel ist diese Musik nahezu universell verwendbar, wenn auch dieses Album mal wieder zu kurz geraten ist.

Dead Can Dance:
Into the Labyrinth

11 Tracks, 55:26 min
Rough Trade; 4AD Records


"Into the Labyrinth" bietet eine Sammlung ruhiger, stimmungsvoller Titel mit leicht orientalischem Flair: mystische Melodien, magische Momente, geheimnisvolle Stimmungen.
Brendan Perry und Lisa Gerrard schwelgen mit hymnenhaften, hallenden Stimmen in eher düsteren Klang-Gewölben. Verwoben in diese eigentümliche Klangwelt sind ethnische Elemente, bevorzugt aus osteuropäischen und arabischen Kulturen.

Dead Can Dance:
Toward the Within

15 Tracks, 67:58 min
4AD, Rough Trade


"Toward the Within" versetzt den Hörer in die Welt des Orients. Besonders die unglaubliche Stimme von Lisa Gerrard bringt es fertig, einen sphärischen Klangteppich zu zaubern, der den Zuhörer in träumerische Gefilde entführt.
Im mittleren Teil, der von getragenen Balladen beherrscht wird, lässt die Platte ein wenig nach. Als Begleitmusik zum Rollenspiel sind diese Stücke eher weniger geeignet.
Das einzig wirklich störende an dieser Platte ist die Tatsache, dass es sich hier um den Live-Mitschnitt eines Konzertes handelt und der Applaus des Publikums sich recht störend auf die Atmosphäre auswirkt. Wen dies stört, der sollte lieber andere Alben von Dead Can Dance kaufen, auf denen einige Stücke von "Toward the Within" ebenfalls zu hören sind.

Dead Can Dance:
A Passage in Time

16 Tracks 64:19 min
4 AD, Rough Trade


"A Passage In Time" ist ein Best Of Album des Duos Dead Can Dance. Enthalten sind solch stimmungsvolle Stücke wie "Song of Sophia" oder "Cantara", die orientalische Stimmung verbreiten. Besonders zu empfehlen ist "Bird", das sich hervorragend als Untermalung für Urwaldszenarien eignet.
Wer sich einen Überblick über das Werk von Dead Can Dance verschaffen will, der besorge sich dieses Album.

Dead Can Dance:
Spiritchaser

8 Tracks, 51:59 min
4 AD, Rough Trade


"Spiritchaser" ist - leider - das letzte Album von Dead Can Dance. Es ist meiner Meinung nach ihr bestes. Die acht großartigen Tracks auf diesem Album sind nicht von dieser Welt, oder - besser gesagt - aus allen Teilen der Welt zugleich. Majestätisch schreiten die Bässe über meditativen Dschungelpercussions durch eine Wand aus indisch angehauchten Keyboardsounds. Melodien fließen dahin, greifen ineinander und vermitteln einen unwiderstehlichen Eindruck von Klangpanoramen voller Weite und Einsamkeit.
Besonders geeignet ist diese Album als Hintergrundmusik für tropische Szenarien. Besonders der "sumpfige" Charakter der Tracks trägt hierzu bei.
Sehr empfehlenswert!

Bram Stoker's Dracula
Original Soundtrack

16 Tracks; 55:09 min
Sony Music

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Der Soundtrack zu "Dracula" verbreitet die zu diesem Thema angemessene bedrückende Gruselstimmung.
Unheimliche schleichende Passagen wechseln sich ab mit dramatischen, unvermittelt auftauchenden Sequenzen. Da spürt man regelrecht die Untoten auf sich zu kriechen und man hört das heisere Lachen der Dämonen...

Randy Edelman
Dragonheart Soundtrack

15 Tracks; 50:37 min
Mca Record (Universal Vertrieb)


Bei Amazon nicht
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Wer den Film kennt, der weiß, warum diese CD hier aufgeführt wird. Mystisch fantastische Tracks lassen das Herz bluten und Sehnsucht aufkommen, warum man nicht selbst in dieser atemberaubenden Welt leben darf. Am besten wohl geeignet für lange Reisen über Land, aber auch mit Vorzügen für Markt- und Stadtszenen sollte diese CD eigentlich zum Standardrepertoire eines jeden Meisters gehören.

Howard Shore
Der Herr der Ringe - Die Gefährten Soundtrack

18 Tracks; 60 min
WB (Indigo Vertrieb)


Wer zum Meisterwerk Peter Jacksons einen grandiosen bombastischen Soundtrack erwartet hat, wurde durch die Bearbeitung von Howard Shore ein wenig enttäuscht. Ohne die grandiosen Bilder des Films wirkt die Musik verhältnismäßig blass, ein zäher Klangbrei ohne allzuviel Abwechslung, durch den sich das Grundthema sowie das Hobbits-Thema ziehen.
Bemerkenswert düster mit unheimlichen Chören sind dann doch einige Stellen des Soundtracks, die zu den stärksten Momenten zählen. Zusammen mit dem Film formt sich ein stimmiges Bild, doch für sich alleine kann der Soundtrack nicht überzeugen.
Dennoch als Hintergrundmusik fürs Rollenspiel hervorragend geeignet, auch wenn das ganz große Erlebnis ausbleibt.

Hilmar Ørn Hilmarsson & Sigur Rós
Angels of the Universe

18 Tracks; 45 min
Fat Cat (Indigo Vertrieb)


Auf dem Soundtrack zum gleichnamigen Film schafft der isländische Filmemacher Hilmar Ørn Hilmarsson zusammen mit den Klangzauberern von Sigur Rós eine wahrhaft engelhafte Musik. So und nicht anders hört es sich an, wenn Engel musizieren: Leicht und träumerisch, doch stets durchzogen von schwerer Melancholie.
Zwischendurch sind auch einige düstere bis unbehagliche Passagen zu hören, die dann weniger engelhaft klingen, sondern eher ihren gefallenen Kollegen zur Ehre gereichen.

Michael Flatley's
Lord of the Dance

17 Tracks; 60:37 min
Polygram


Musik zur weltberühmten Show, die in den letzten Jahren zu einem Revival der irischen Folklore beigetragen hat. Das Album enthält Stücke mit unterschiedlichen Stimmungen:
Besinnlich bei "Celtic Dream", lebhaft bei "Fiery Nights", unheimlich bei "Nightmare" oder "Spirit in a New World" und heroisch bei "Warriors" oder "Victory". Alle Tracks lassen sich sehr gut im Rollenspiel verwenden.

Michael Flatley's
Feet of Flames

12 Tracks; 55:09 min
Polygram


"Feet of Flames" nannte sich die Abschiedsshow des Lord of the Dance-Erfinders Michael Flatley, die 1998 im Londoner Hyde Park stattfand.
Diese Platte enthält neben den zwei stimmungsvollen Chorälen "High Preists" und "Hell's Kitchen", die sich wunderbar für dunkle Rituale eignen, teilweise aus "Lord of the Dance" bekannte Stücke und einige neue.
Michael Flatley spielt hier auch selbst Flöte, aber es zeigt sich besonders im letzten Track (Live-Aufnahme! Schnell wegschalten! Grausam...), daß er eindeutig schneller tanzen kann als Flöte spielen.

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