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Jerron Serrelind
Seher, Prophet der Schlafenden Göttin
*609 n.L.

Jerron Serrelind wurde als erster Sohn eines Priesters und einer Hebamme in der heiligen Stadt Dûn Maura geboren. Im Alter von 16 Jahren schickten ihn seine Eltern an die Theologische Akademie zu Rhoden, wo er sich als gelehriger Schüler erwies und eine umfangreiche Ausbildung genoss.
Im Alter von 19 Jahren erhielt er die Priesterweihe und wurde in den Anranierorden aufgenommen. Als Wanderprediger zog er fortan durch Nebrinn und brachte den Menschen das Wort Mabeds näher.
Schon früh regten sich in Jerron gewisse Ahnungen, die sich später als wahr herausstellen sollten. Im Laufe der Zeit wurde er mehr und mehr von Visionen heimgesucht, die er in Alkohol und Drogen zu ersticken suchte, denn dem mabedianischen Glauben zufolge ist die Zukunft ungeschrieben - was absolut gegen sich bewahrheitende Visionen spricht.
Also versuchte er, einige der von ihm gesehenen Zukunftsszenarien zu verändern oder zu verhindern, was ihm auch manchmal gelang. Er begann also, seine Visionen als Gnade Mabeds zu sehen und sein Leben nötigenfalls ihrer Verhinderung zu widmen. Doch mehr und mehr häuften sich schreckliche Visionen, deren Botschaft er nicht verstand, so dass er sich weiter in Drogen und Alkohol flüchtete, um sie zu ertragen.
Er erscheint weltgewandt und hoch gebildet mit großem Wissensdurst und angestrebter tiefer Einsicht in die Geheimnisse der Welt, einhergehend mit skeptischer Grundhaltung gegenüber vielem Althergebrachten, auf der Suche nach Erkenntnis und seinem Seelenheil. Weiterhin ist er ein Lebemann, den leiblichen Genüssen nicht abgeneigt, seine besondere Trinkfestigkeit hat er sich erworben, als er die ihn bedrängenden Visionen so zu unterdrücken versuchte. Eine Zeitlang hätte man ihn mit Fug und Recht als elenden Säufer bezeichnen können. Aber darüber ist er hinweg. Ehrlich...

Als er im Jahre 635 in Paras auf eine Gruppe Abenteurer stieß, die in die Machenschaften der Cynje verwickelt waren, sollte sich sein Leben ändern: Mit Hilfe einer seiner Visionen, konnten die Pläne der Cynje vereitelt werden, doch die Gruppe wurde von der mabedianischen Inquisition "zu ihrem eigenen Schutz" aus Nebrinn verbannt und geriet in die Fänge von Piraten. Um ihr Leben zu retten, schlossen sie sich den Piraten an und starteten eine eigene Freibeuterkarriere. Jerron fungierte während dieser Zeit als Schiffskoch. Die Gruppe trat in die Dienste des Dweggenbond unter Führung Herzogs Grangos Wurmfang ein.
Sie vereitelten Intrigen seitens des Herzogs von Maa'sha und deckten die Drahtzieher einer Serie hinterhältiger Überfälle und Plünderungen im Herzogtum Rise'a auf, reisten zu den Dalré, wo Jerron sich mehr und mehr den # Geheimnissen des Traumwandelns widmete.
Die Gruppe erwies sich als vorherbestimmt, den dämonischen Kräften entgegenzutreten, die auf dem Strahl des taghell leuchtenden Sterns Barnlen nach Nen'ya ritten. Vor der entscheidenden Schlacht bei der Stadt Suroc offenbarten sich der Gruppe die lokalen Gottheiten Aga'rom und Zi'sulda, die dereinst auch gegen jene Mächte gekämpft hatten und seither als Beschützer über die Bewohner Nen'yas wachen. Die Mitglieder der Gruppe, die unter dem Namen "Die Weißen Sieben" bekannt werden sollten, würden die Nachfolge dieser Gottheiten antreten.
In der Schlacht fand Aga'rom den Tod und die Göttin Zi'sulda wurde schwer verletzt und nur durch den Einsatz Jerrons, der ihr in Liebe verfallen war, gerettet.
Nach siegreicher Schlacht war Zi'sulda die letzte Überlebende der alten Beschützer des Landes, jedoch in tiefen Schlaf versunken, und nur Jerron scheint es möglich, sich in die Wirrungen ihres umnachteten Geistes einzuklinken und ihre Gedanken und Erinnerungen zu erforschen. Vielleicht wird es ihm dereinst gelingen, die Geliebte aus ihrer Umnachtung zu befreien.
Bis dahin ist er Bindeglied zwischen Göttin und Bevölkerung und tritt als ihr Prophet auf. Seinen Lebensinhalt scheint er gefunden zu haben: Als Gott würde er sich niemals bezeichnen, doch bietet sich ihm die Möglichkeit, über die Schöpfung zu wachen, also das zu tun, was das Lebensziel eines guten Mabedianers ist.
(me)
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