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Zui Gavrenn
Seefahrerin
*612 n.L.

Ist Agočín Šuštodjniak der bewunderte Seeheld und Entdecker, auf dem die Hoffnungen großer Bevölkerungsschichten der Kôrn lasten, so ist Zui Gavrenn doch die bekannteste, berüchtigtste und vor allem gefürchtetste Gestalt in der Seefahrt des Südwestens.
Ihr Schiff, die „Sturmfaust“, ist ein vielfach überholtes und repariertes Flickwerk aus Elementen kôrnischer, tlit­latlischer und polomischer Schiffstypen, in seiner Erscheinung einzigartig und von weither zu erkennen. Vielerorts sorgt der Anblick dieses Schiffes bei furchtsamen Matrosen für weiche Knie. Als stämmiger Abkömmling der Chél-čén-Nomaden mit wilder blonder Mähne entschied sie sich störrisch und eigenwillig im Jahr ihrer Mündigkeit für das Leben auf dem Meer. Offiziell arbeitet sie für die Transportgilde, zeigt aber bislang kaum Interesse, sich sonderlich um die Belange der Gilde zu kümmern. Schnell brachte sie es zu einem eigenen Kommando und verlegte den Schwerpunkt ihrer Reiserouten an die Westküste. Von Bâr-begač-kôr bis nach Polomasch führten sie ihre Reisen, hauptsächlich befährt und handelt sie jedoch in den Gebieten zwischen S‘chôn-kôr und dem Golf von Sihutlatl. Ihre Geschäftspartner unter den Tlitleca und ihre nicht immer ganz sauberen Geschäftspraktiken hat ihr nicht nur innerhalb der Gilde einen mehr als zweifelhaften Ruf eingebracht. Man unterstellt ihr Hochverrat, Hehlerei, ja sogar Piraterie, obwohl sie bislang noch keines Verbrechens überführt werden konnte. Ihr Einsatz auf einem Versorgungsschiff der kôrnischen Marine während des letzten Vorstoßes 621 kann nicht als wirklich überzeugender Gegenbeweis dienen. Sie scheint ausschließlich nach ihrem persönlichen Vorteil zu streben und hält nichts von hoher Politik, jedenfalls solange sie ihr nicht in den Kram passt.
Jüngst kündigte sie an, ebenfalls eine Expedition nach Damaé-kôr zu unternehmen – offiziell um die Ansprüche der Gilde zu sichern. Jedoch darf man auch hier vermuten, dass ihr persönliche Ziele weitaus wichtiger sind.
(dr, me)
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