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Sarrah Al Gorsyne
Kronprinzessin von Etzel


Sarrah ist die einzige Tochter des Königs von Etzel und wurde im Alter von 16 Jahren mit Gan Potril, dem Vorsitzenden des Thahan von Hargun verheiratet. Die Ehe gilt als symbolische und lebendige Verkörperung der geplanten Union zwischen den beiden Ländern.
Sarrah und Potril führen eine im Grunde glückliche Ehe, denn Potril ist es gelungen die Sympaphie des jungen Mädchens zu gewinnen, und sie entwickelt mit jedem Tag tiefere Gefühle für den Mann, der sich so sehr bemüht, ihr zu gefallen. Eigentlich läuft also alles bestens in der Ehe... jedoch stellt sich bei den beiden kein Nachwuchs ein, der so dringend ersehnt wird - und was macht es für einen Eindruck, wenn gerade das Ehepaar, das symbolisch für die "Ehe" der beiden Länder Hargun und Etzel steht, keinen Nachwuchs in die Welt setzt? Außerdem muss die Thronfolge Etzels gesichert sein. Bliebe Sarrah kinderlos, so bedeutete dies das Ende der Dynastie der Gorsynier und stürzte Etzel in eine ungewisse Zukunft.
Also geht die verzweifelte Sarrah auf das Angebot eines rätselhaften Fremden ein, sich von ihm schwängern zu lassen. Potril lässt sie selbstverständlich in dem Glauben, das Kind sei von ihm. Sarrah wird während der Schwangerschaft von beunruhigenden Sinnestäuschungen und ungewöhnlichen Veränderungen ihres Körpers geplagt, die darauf hindeuten, dass ihr Kind nicht normal sein wird. Sie beschließt, all diese Anzeichen so gut es geht zu ignorieren.
Zu guter letzt finden sich Sarrah und Potril mit ihrem seltsamen Sohn, den sie Mael (=Hoffnung) taufen, ab, aber er wird ihnen nie ganz geheuer.

Beobachter sagen über Sarrah Al-Gorsyne, sie sei eine beherrschte Person, die selten Gefühle zeige, und wenn, dann nur diejenigen, die man von ihr erwarte oder die ihr angemessen schienen. Sie gönne sich nur wenig, habe geringes Selbstvertrauen, ordne ihre Bedürfnisse den Zwängen und Konventionen unter, sie füge sich und ertrage ihr Leben klaglos.
Was niemand weiß: Im Inneren rebelliert sie gegen die Ungerechtigkeit, die ihr über ihr ganzes Leben hinweg widerfahren ist. Die junge Kronprinzessin war zunächst von der politisch arrangierten Hochzeit mit dem alten, hässlichen Gan Potril nicht eben begeistert, doch nach und nach entdeckt sie den netten, liebevollen Menschen hinter dem Politiker, und bald betrachtet sie ihre Ehe nicht mehr als Bürde.
Sarrah ist im Herzen mutig, und hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, aber sie traut sich kaum je ihre Ansichten laut zu äußern. Sie wirkt oft verbittert und manchmal verträumt. Fremden gegenüber ist sie krankhaft schüchtern. Ihr Ehemann schätzt an ihr, dass sie gut zuhören kann - was ihr ohnehin eher liegt, als selbst zu sprechen. Überhaupt ist sie ziemlich wortkarg und kurz angebunden. Sie ist hilfsbereit und verschwiegen. Da sie sich ihres Status als Symbol, als politischer Spielball, durchaus bewusst ist, macht sie dies zu einem toleranten Menschen, der sich nicht von Titeln, einstudierten Rollen und Vorurteilen blenden lässt. Sie ist stolz auf ihre Herkunft, wenngleich ihr ihre Stellung eine freie Lebensgestaltung verwehrt. Gerne träumt sie von einem einfachen Leben fernab gesellschaftlicher und politischer Einzwängungen. Liebend gerne würde sie auch fremde Länder bereisen, so möchte sie unbedingt einmal nach Kilijaran und die grünen wälder und Sümpfe oder das Meer kennenlernen. Gan Potrils Ehefrau ist gerne und oft faul, und widmet sich dann am liebsten einem Sonnenbad, ihren Pflanzen, oder der Literatur. An sich ist sie eine liebenswerte Person, wenn auch recht anstrengend ob ihrer Stimmungsschwankungen.
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