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Zweihänder

Der Zweihänder ist die Weiterentwicklung des Schwer­tes. Mit dem Ansinnen, Schwer­­ter noch wirkungsvoller zu machen, wurde die Klinge verlängert, denn schließlich ist es immer von Vorteil, eine größere Reichweite als der Gegner zu haben. Dadurch wurden Schwerter zu schwer, um sie mit einer Hand zu führen. Also musste der Griff verlängert werden, damit man sie mit beiden Händen schwingen konnte. So entstand schließlich der Zweihänder, das größte und schwerste Schwert, welches noch vernünftig geführt werden kann.
Ihre volle Wirkung entfalten Zweihänder durch ihre Länge im Kampf gegen mehrere Gegner und gegen Reiter, die damit reihenweise von ihren Tieren gefegt werden können. Sie eignen sich außerdem hervorragend dazu, schwer gepanzerte Ritter zu spalten.
In Räumen und Gängen sind sie jedoch kaum einzusetzen, und auch auf Reisen erweisen sie sich als schwer und unhandlich. Schnelle Manöver sind damit nur schwierig durchführbar. Dafür entfaltet die Waffe bei einem Treffer allerdings eine gewaltige Wucht.
Allen Zweihändern gemeinsam ist der außerordentlich lange Griff, der beiden Händen bequem Platz bietet. Er bildet einen Hebel, der, von dem massiven Knauf unterstützt, als Gegengewicht zur Klinge dient. Durch die gute Ausbalancierung der Waffe wirken die fünf bis sechs Stein schweren Waffen erstaunlich leicht. Um einen Zweihänder wirkungsvoll zu führen, also mit ihm zu fechten und nicht bloß zuzuschlagen, bedarf es dennoch einer soliden Ausbildung und einiger Kraft, denn die etwas unhandliche Waffe ist doch recht massig.
Zweihänder sind zwar langsam und schwer, aber diese Masse braucht es, um verheerenden Schaden anzurichten. Krieger, die einen Zweihänder führen, tragen normalerweise keine anderen großen oder mittleren Waffen. Bestenfalls führt man einen Dolch mit sich und hat höchstens ein normales Schwert zusätzlich am Sattel befestigt. Den Zweihänder selbst trägt man im Allgemeinen auf dem Rücken geschnallt und er lässt sich wegen seiner Länge (fast so lang wie der Schwertträger selbst) nur schwierig ziehen.
In der Schlacht finden Zweihänder nur in ganz bestimmten Situationen Verwendung, zu gefährlich sind die weit ausholenden Rundumschläge dieses Mordwerkzeuges für die eigenen Kameraden!
Jeder Zweihänder ist ein Meisterwerk der Schmiedekunst für sich und wird fast immer als Spezialanfertigung einer bestimmte Person angepasst. Deswegen wird ein Zweihänder stets eine kostbare Besonderheit im Arsenal einer jeden Waffenkammer sein.
(me)


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