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Has-Garrib - Das Schlangenreich


Has-Garrib
Fläche:2.599.410 km²
Einwohner:100 000 (98% Menschen,
2% Fkotai)
Hauptstadt:El-Hautah
Staatsform:Monarchie

Karte von Has-Garrib Landesnatur und Klima
Das Reich Has- Garrib, das „Schlangenreich”, ist der flächenmäßig größte Staat Espers. Sein Gebiet erstreckt sich von den östlichen Hängen der Geisterzinnen (dort Djalal El-Abudhar genannt) bis weit hinein in die große Wüste Al-Khammahli (die Sengende), die von Hail-Thaima bis in die Treibsandgebiete der Verfluchten Lande im Süden reicht. Den südlichsten Vorposten bilden die Oasen von Idd el-Shargi, während der Norden des Reiches durch das Emirat Tarim begrenzt wird.
Die östlichste Bastion des Reiches bildet das Scheichtum Hail-Thaima, eine steppen- und waldreiche Senke inmitten der Al-Khammahli.

Das Kernland des Reiches, das ursprüngliche Kalifat Has-Garrib, liegt in der weitläufigen Hochebene von El-Hautah, einem Tal in den Geisterzinnen, welches durchzogen von zahlreichen kleineren Flüssen und Seen, Grasländern, Wäldern und Mooren als das fruchtbarste Gebiet des gesamten mittleren Teils von Esper zählt. Diese Gegend ernährt weit über 600.000 der etwa eine Million Einwohner Has-Garribs. Aber auch die restlichen Gebiete des Reiches sind nicht gerade unfruchtbar, so ernährt das Emirat El-Hasa etwa 50.000 Menschen, was das Reich Has-Garrib zum bedeutendsten Agrarstaat Mittelespers macht. Das für die Landwirtschaft so förderliche Klima ist auf die bis zu 9.000 Schritt hohen Gebirgskämme der Geisterzinnen zurückzuführen; an den steilen Felswänden stauen und regnen sich die wenigen Wolken ab, die die Reise über die Wüstengebiete Espers überstanden haben. Im Winter kann es sogar manchmal im Hochland von El-Hautah schneien.

Bodenschätze und wichtige Erzeugnisse
Industriell und technologisch gesehen ist das Reich dagegen noch als recht rückständig anzusehen, wurden doch erst vor 86 Jahren reiche Erzvorkommen nördlich und südlich der Hochebene von El-Hautah entdeckt. Dabei handelt es sich vorwiegend um Zinn-, Nickel- und Titanvorkommen. In Idd el-Shargi wird das zur Titangewinnung so wichtige Salz gefördert. Im Längstal von Tarim finden sich dicke Schichten Kupfer, die bereits seit Menschengedenken abgebaut werden. Eisenvorkommen sind erst seit dem Jahr 17 n.F. (welches das 17. Jahr der Herrschaft der Fraliden kennzeichnet und dem Jahr 1115 N.Z., bzw. 620 n.L. mabedianischer Zeitrechnung entspricht) bekannt. Es wurden durch Zufall schier unermeßliche, aber sehr schwer abzubauende Erzvorkommen in einem unterirdischen Höhlensystem südlich von Zeila entdeckt, sodaß heute in dieser Gegend weit über 30.000 Menschen (meistens jedoch Mbaou-Sklaven, die als Minenarbeiter eingesetzt werden) direkt oder indirekt von der Eisenerzproduktion abhängig sind. Der nötige Brennstoff für diesen Vorgang ist die in Hail-Thaima in Unmengen vorkommende Braunkohle, was der Grund dafür ist, daß diese Region in den letzten 800 Jahren ständig zum Streitobjekt zwischen Has-Garrib und Shya Dai Nim geworden ist.
Waffen aus Stahl hatten in Has-Garrib einen noch höheren Stellenwert als anderswo, da bisher Eisen immer eingeführt werden mußte. Dafür entwickelten sich in Has-Garrib aber auch besondere Schmiedetechniken. So sind sämtliche gute Waffen, die in Has-Garrib erhältlich sind, aus einer speziellen Stahl-Titan-Nickel-Legierung, Haradhwar genannt, gefertigt. Waffen aus Haradhwar sind um 20% leichter als Stahlwaffen und ihr Bruchfaktor beträgt nur ein Viertel des Bruchfaktors vergleichbarer Stahlwaffen. Stahlwaffen gelten in Has-Garrib als Prestigeobjekt und kein Garribe, der etwas auf sich hält, würde auf eine Waffe aus Haradhwar verzichten, wobei er allerdings mindestens den doppelten Preis der ohnehin schon teueren Stahlwaffen in Kauf nehmen muß. Haradhwar, welcher auch exportiert – hauptsächlich aber innerhalb des Reiches gehandelt wird, ist die Stütze der Industrie in der Region um Zeila.
Begünstigt durch das verhältnismäßig feuchte Klima an den Berghängen der Geisterzinnen gedeihen hier etliche Kulturpflanzen wie Getreide und Barob in Mengen, wie sie im gesamten restlichen Wüstenteil des Kontinents nicht zu finden sind. Ebenso wird in großen Plantagen die Volksdroge Jalawla angebaut, auf die noch später eingegangen werden soll.

Tier- und Pflanzenwelt
Die Flora und Fauna Has-Garribs variiert mit der Höhe. Während sich in den höheren Lagen grüne Wiesen und dichte Akazien- und Zypressenwälder finden, so fällt die Vegetation weiter unten immer spärlicher und wüstenhafter aus.
In den Wüstengegenden finden sich etliche Wüstentiere wie Sandwurm, Smurch, Manduib, Dornechse, Aylocan, Schakal, Sandwolf und natürlich massenhaft Geier. Außerdem leben in Has-Garrib Karsens, etliche kleinere Nagetiere wie Zoril- und Berghörnchen und einige Antilopenarten, deren Herden die Wüstenrandgebiete durchstreifen. Namensgeber des Landes sind die Schlangen, die hier in den unterschiedlichsten Größen und Farben vorkommen. Besonders hervorzuheben sind der schwarz-goldene Hasar al-Haru und die riesige Assalaschlange. In den Bergen leben außerdem noch das Mehari, das typische garribische Bergkodlu, Felsböcke, Goldadler und kleinere Raubvögel wie z.B. der Bendechi und die fürchterliche Ximarai.

Kultur
Von einer höher entwickelten garribischen Kultur ist nur in den größeren Städten etwas zu bemerken. Die Behausungen der Garriben sind größtenteils windschiefe Lehmhütten. Nur an den Prunkbauten der Reichen ist zu sehen, welch geniale Mathematiker und Architekten dieses Volk hervorgebracht hat: Liebevoll in die Landschaft integrierte hohe Hallen mit schlanken verschnörkelten Säulen und bogenreichen Fenstern, weitläufige Paläste mit unzähligen Türmen und Kuppeln und kühlen, schattigen Innenhofgärten sind typische Bestandteile der garribischen Architektur, in der weit und breit kein rechter Winkel zu finden ist. Weit über die Grenzen des Reiches hinaus bekannt und gefürchtet ist die garribische Musik, eine in den Augen sämtlicher anderer Völker „Ansammlung von quietschenden Mißtönen und nervtötendem Getrommel”.
Der industrielle Aufschwung dauert wie gesagt nicht länger als 20 Jahre an. Aus diesem Grund sind große Teile des Reiches noch weitgehend verkommen. Vor allem das Straßennetz ist überaus bescheiden, gibt es doch nur eine mehr weniger gut ausgebaute Straße von El-Hautah nach El-Harra. Die übrigen Straßen als solche zu bezeichnen wäre schon eine maßlose Übertreibung: Schlaglöcher, heruntergefallene Felsbrocken und gelegentlich sogar Treibsand erschweren die Reise, so ist zum Beispiel der Verlauf der „Straße” von Khurais nach Idd el-Shargi durch gelegentlich herumliegenden, halb in den Sand eingewehten, Schrott nur zu erahnen.

Staatsstruktur
Das stolze Zeichen des Reiches Has-Garrib sind die beiden rot und goldenen, einander umschlingenden Schlangen (gold für das eigentliche Kalifat Has-Garrib und rot für das Emirat El-Hasa), die wiederum ein silbernes Schwert (für das Emirat Tarim) und einen Diamanten (für das Scheichtum Hail-Thaima) umschlungen halten. Dabei zeigt sich die zentralistische Staatsstruktur Has-Garribs, wo das Kernland die Randprovinzen fest umschlungen hält.
Sämtliche Provinzen haben zwar eine lokale Regierung, sind aber dem Kalifen in El-Hautah direkt unterstellt. Besonders von Bedeutung sind die immens hohen Tributzahlungen, die alljährlich ins Kernland entrichtet werden müssen. Dies ist die Erklärung für den heruntergekommenen Zustand in den Randprovinzen, während das Kernland dagegen eine nahezu paradiesische Oase zu sein scheint. Besonders militärisch zeigt sich diese Diskrepanz: So sind die im Emirat El-Hasa stationierten Truppen im Gegensatz zu ihren Kollegen im Kernland ein eher desolater und verlauster Haufen. Eine Ausnahme bildet hier das Scheichtum Hail-Thaima, das natürlich vor Übergriffen seitens der You-Tang geschützt werden muss.

(me)
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